Zwischen Alija und Flucht. Jüdische Jugendbünde und zionistische Erziehung unter dem NS-Regime und im vorstaatlichen Israel 1933–1945
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Arie Pack collection, Kibbutz Na' an Archives - Israel

Tauglich? - Hachschara

Schon nach Ende des Ersten Weltkriegs, aber vor allem nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 verloren viele junge Jüdinnen und Juden ihre Hoffnung auf eine Zukunft in Deutschland. Jüdische Jugendbünde boten ihnen eine Alternative: die Auswanderung nach Palästina und den Aufbau eines neuen Lebens einer sozialistischen Gemeinschaftssiedlung, im Kibbuz. Doch bevor sie auf Alija (Übersiedlung, wörtlich: Aufstieg) gehen konnten, mußten sie zunächst eine Ausbildung absolvieren. In der Regel fand diese in der Landwirtschaft, in der Hauswirtschaft und im Handwerk statt. Für die Hachschara-Ausbildungen gab es sowohl ideologische als auch praktische Gründe. Es ging, was die ideologischen Motive anging, um eine Veränderung der Berufsstruktur hin zu „praktischen“ Berufen. Die Idee das jüdische Palästina mittels Gemeinschaftssiedlungen (Kibbuzim) zu erschließen, erforderte vor allem Landarbeiter*innen und Handwerker*innen. Ein weiterer Grund für die berufliche Hachschara-Ausbildung war die (begrenzte) Möglichkeit zum Erwerb eines Einwandererzertifikates für Arbeiter, da die britische Mandatsmacht die Einwanderung nach Palästina streng regulierte. Mit der beruflichen Hachschara-Ausbildung war eine fachliche und kulturelle Bildung (z.B. jüdische Geschichte, Palästinakunde), Hebräischunterricht und Gemeinschaftserziehung verbunden, die die jüdische Identität stärken und auf das Leben im Kibbuz in Palästina vorbereiten sollten.

Auf der Datenbank-Seite des Projektes: Hachschara als Erinnerungsort, befinden sich weiterführende Informationen über die Hachschara als Institution und ihren Orten:

https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/ueber/hachschara

Einige Fotografien von Arie Pack zeigen junge Chaluzim (Pioniere) bei der landwirtschaftlichen Arbeit in Gut Winkel. Das Gut lag südlich von Berlin, in der Nähe des Dorfes Spreenhagen und gehörte der Familie der Kaufhausbesitzer und Zionisten Simon und Salman Schocken.  Die Aufnahmen aus der Hachschara belegen auch den Besuch jüdischer Jugendgruppen aus Berlin. Die Nähe zur Stadt machten solche Begegnungen leicht. Die Jugendlichen konnten gemeinsame Fahrten dorthin organisieren, hier für kurze Zeit der bedrückenden Atmosphäre der Stadt entfliehen und sich direkt vor Ort über das Leben und Arbeiten auf Hachschara informieren.

Für die Initiator*innen der Ausstellung „Aus der Nähe. Arie Pack als Fotograf der jüdischen Jugendbewegung und des Kibbuz“ ist mit diesen Fotografien auch ein persönlicher Bezug zu dieser Hachschara-Stätte verbunden. Denn zu einer ehemaligen Chaluza (Pionierin) von Gut Winkel, Ilana Michaeli, gab es seit Anfang der 2000er Jahre eine enge Verbindung. Wir waren häufig Gäste im Kibbuz Hasorea, wo sie bis zu ihrem Tod 2015 lebte. Sie war nicht nur eine gute Freundin und als Kibbuz-Archivarin eine wichtige Kollegin, sondern auch Chronistin der Hachschara in Gut Winkel. Ihre Publikation darüber wurde zunächst auf hebräisch veröffentlicht und erschien (in Zusammenarbeit mit: Irmgard Klönne, Katharina Hoba, Ilka von Cossart und Ulrike Pilarczyk) 2007 auf deutsch, unter dem Titel:

Michaeli, Ilana/Klönne, Irmgard (Hg.) (2007): Gut Winkel – die schützende Insel. Hachschara 1933–1941. Berlin/Münster.
Weitere Literatur zum Thema Hachschara findet sich unter:
https://www.juedischejugendkultur.de/biblio_hachschara_in_deutschland.html

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DFG-Forschungsprojekt: „Zwischen Alija und Flucht. Jüdische Jugendbünde und zionistische Erziehung unter dem NS-Regime und im vorstaatlichen Israel 1933–1945.“

Projektleitung: Prof. Dr. Ulrike Pilarczyk, +49 (0) 531-391 8807, ulrike.pilarczyk(at)tu-bs.de
Technische Universität Braunschweig | Institut für Erziehungswissenschaft

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